Deutscher Diplom Dental Hygienikerinnen Verband e.V.

Richtigstellung

Chaos pur herrscht in Deutschland auf einem breiten Gebiet der Dentalhygiene:

Der Deutsche Diplom Dental Hygienikerinnen Verband e.V. (DDHV) ist seit 1990 ein eingetragener Verein und war der erste, der sich für die Belange in diesem Beruf einsetzte. Wir Diplom DHs haben alle einen heute dreijährigen, vollverschulten Studienabschluss mit Diplom/Staatsexamen absolviert und haben eine Registrierung im jeweiligen Land unseres Abschlussexamens. Nachdem es keinen zertifizierten Beruf in der Dentalhygiene in Deutschland gibt (um den wir seit Jahrzehnten kämpfen), haben wir alle unseren Studiengang im Ausland abschließen müssen. Der DDHV verfügt als einziger über ein eigenes Journal und einen selbständige, nicht von den Zahnärztekammern mitgetragenen Kongress. Wir sind im Gegensatz zu den anderen nicht von der Zahnärztekammer reguliert bzw. die Zahnärztekammer ist nicht für uns zuständig (liegt dem DDHV in schriftlicher Form vor). Von uns gibt es ca. 120 Kolleginnen u.a. auch aus Holland. Wir sind also absolute Raritäten. Leider haben sich andere an unserer Preise angepasst, weshalb wir unter "Preise" eine internationale Liste erstellt haben, wobei unsere Preise eine Parodontitistherapie und eine Professionelle Zahnreinigung beinhalten.

Die Deutsche Gesellschaft für Dentalhygienikerinnen e.V. ist auch ein eingetragener Verein, der sich um die Belange der in Deutschland (immer fortgebildeten, da es nach wie vor keine Ausbildung gibt) Dentalhygienikerinnen seit 1999 kümmert. Sie haben kein Diplom, sondern sind lediglich von der Zahnärztekammer mit Anerkennungen versehene Zahnärztliche Assistentinnen. Sie haben im Verhältnis zur Diplom Dentalhygienikerin ein Kurzprogramm absolviert. Unser Berufstitel ist zwar international geschützt, nicht jedoch in Deutschland. Hier kann sich jeder als Dentalhygienikerin verkaufen was auch von vielen Praxen aus finanziellen Gründen und aus Gründen, der Unmöglichkeit, Diplom DHs in Deutschland zu finden, gerne gemacht wird.

Der Berufsverband Deutscher Dentalhygienikerinnen ist ein in Münster angesiedelter seit 2002 eingetragener Verein, der dadurch entstand, dass wir nur Diplom DHs unserer Satzung gemäß aufnehmen. Die Absolventinnen sind meist aus der Münsteraner Zahnärztekammer. Auch dieser Weg ist aufgebaut über die Fortbildung der Zahnärztlichen Assistentin. Diese wurden bis Juli 2016 von zwei Diplom DHs geschult.

Der Verband Deutscher Dentalhygienikerinnen schwimmt auf der Namensgebung des DDHVs aus unserem Blickwinkel absichtlich zur Irreführung seit 2014 dahin. Er ist von mehr in die Kosmetik gehenden Deutschen DHs ins Leben gerufen worden. Ihnen geht es um die Legalisierung von intensiven und selbständig ausgeführten Bleachings, das jedoch vom DDHV gemeinsam mit der BZÄK beim Zahnarzt unter direkter Aufsicht belassen werden wird. Dieser Verein ist mitnichten ein eingetragener Verein. Bezeichnenderweise haben sie sich mit der praxisHochschule in Köln zusammengetan, der wir geschlossen zu wenig Schulung am Patienten bescheinigen. Dem DDHV war beim Aufbau der praxisHochschule eine 2-semestrige, vollverschulte Klinikzeit in direkter Zusammenarbeit einer Universität zugesagt.

Internationalen Bestrebungen über Brüssel ist bislang kein Erfolg beschieden und zwar so lange nicht, so lange das Berufsbild in Deutschland nicht existent ist. Dieses muss vom Bundesministerium für Gesundheit durch den Bundestag anerkannt werden, auch wenn uns hinsichtlich dieser Bestrebungen immer wieder Falschinformationen präsentiert werden. Wir wollen ein eigenständiges Berufsbild haben, wie es auch im Ausland üblich ist. Das geht im Ausland nicht über die Zahnärztekammern, sondern immer über die Gesundheitsministerien. Zusätzlich muss jeder neuer Beruf im Gesundheitswesen diesen gesetzlich vorgeschriebenen Weg zu einem staatlich anerkannten Beruf gehen.

Alldent ist eine Institution der Deutschen Krankenversicherung. Sie bietet PZR von – in München Stand September 2016- nur gering geschultem Personal an und dies Deutschlandweit. Diese oberflächlichen Zahnreinigungen können auch vom Patienten selbst durchgeführt werden und sind laut Experten kontraproduktiv. Das zu gering geschulte Personal darf nicht in den sogenannten Taschen reinigen. Für den Preis von 45 Euro ist ganz klar auch keine Unterstützenden Parodontitis Therapie möglich. Die tiefere Reinigung ist jedoch Voraussetzung, um Parodontitis zu verhindern. Anders als die BZÄK sind wir der Meinung, dass dieser Vorgang extrem gut geschultes Personal als Voraussetzung mitbringen muss und wir deshalb mit der Kritik als Igel-Leistung (unnötige private Zusatz- Leistungen) mit den in Deutschland erfreulicher Weise existenten Kritikern konform gehen. Diese sagen, dass diese Art von PZR reine „Geldmacherei“ ist. Vor allem fragen wir uns, warum eine große, Deutsche Krankenversicherung den Hals nicht voll genug bekommen kann und mit den in diesen Institutionen auch noch ansässigen Zahnärzten das Feld der überfüllten Zahnmedizin immer weiter füllen und besetzen, das sowieso überstrapaziert ist. Traurig ist, dass gerade die Bundeszahnärztekammer sich vehement gegen eine Zertifizierung stemmt. Der Patient hat sehr wohl- wie im Ausland üblich- das Recht, zu wissen, wie und wann und wo das an ihm arbeitende Personal geschult ist und das ist nur über eine Lizenzierung zu regulieren. Die ganze Politik schaut zu- und tut nichts, außer den legalen Wegen zu einem Berufsbild mit allen nur erdenklichen Mitteln zu verhindern. Dieser Aufwand und den Ängsten einer Konkurrenz für die Zahnmedizin, die vollkommen unbegründet ist, entgegen zu wirken, wäre eine Regulierung der einfachste Weg, diesem Chaos ein Ende zu setzen.

Nicht unerwähnt sollte das neue System Solo-med.de sein: Unsere Patienten berichten von miserabel fortgebildeten Behandlungen im Schnellwaschsystem und….dem damit verbundenen Verkauf von Zahnputzartikeln, die wir allerdings nur individuell für jeden Patienten empfehlen. Diese sogenannten „zertifizierten Praxen“ sind nichts wert, so lange eben die Zertifizierung der Behandler nicht hinterfragt wird bzw. nicht vorgeschrieben sind. Hinterfragen Sie also, was das Ganze soll, bevor Sie sich dieser Schnellwäsche unterziehen.

Fazit der derzeitigen deutschen Situation: Versicherungen stampfen Prophylaxezentren aus dem Boden, Firmen offerieren Schnellwäschen in der Prophylaxe und vieles mehr, was hinterfragt werden sollte. Wir haben schlussendlich ein totales Chaos in diesem Land und es wird die Aufgabe des nächsten BundesZahnärztekammer Präsidenten sein, sich um dieses Chaos besser zu kümmern, als in der Vergangenheit das möglich war. Dazu müsste jedoch auch alle die Brisanz der Schieflage endlich erkennen. Nicht überall wo DH draufsteht ist auch DH drin.

Der DDHV arbeitet mit an einem vollverschulten Studiengang Registered Dental Hygienist Bachelor in Science (RDHBS), an der zahnmedizinischen Universität in Würzburg. Der DDHV wird diesen Studiengang nicht leiten, hat aber die Möglichkeit, alle seine Wünsche bislang einbringen zu können. Von allen aufgeführten Vereinen ist nur der Deutsche Diplom Dental Hygienikerinnen Verband e.V. internationales Mitglied im IFDH (International Federation of Dental Hygiene) und EDHF (European Dental Hygiene Federation).

Gleichzeitig setzt sich der DDHV intensiv für eine Weiterbildung der Deutschen Dentalhygienikerin zu einem Diplom Bachelor ein. Wir sind hierbei ganz am Anfang eines Gespräches. Wir wollen damit jedoch gleichzeitig zeigen, dass wir unser langjähriges Versprechen, sich für alle einzusetzen, nicht aus den Augen verloren haben.

Verfolgen Sie mehr Details in den zweimal jährlich erscheinenden Journalen, die Sie unter www.ddhv.de kostenlos lesen können. Auch freuen wir uns über Ihren Besuch bei unseren Kongressen, an denen jeder teilnehmen kann.

Last but not least: bis in Deutschland eine Zertifizierung vorliegt, fragen Sie nach, woher die Ausbildung / Fortbildung stammt, damit Ihre Zähne in guten Händen liegen.